Studentenrevolte in GUCCI

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Wände werden mit roter Farbe beschmiert, Feuer, Studenten versammeln sich auf dem Campus, halten Protestschilder in die Höhe, strecken Fäuste in die Luft, schreien aus Fenstern, rennen geduckt durch die Straßen, stapeln Stühle im Vorlesungssaal durcheinander, halten Versammlungen, bekritzeln Autos. Einer schreibt „Liberté, Égalité, Fraternité“ mit schwarzer Farbe an eine Wand. Sofort könnte man meinen: Paris, Mai, 1968. Pariser StudentInnen kritisieren den Kapitalismus, den Konsum, rufen zu Frieden auf, fordern eine faire Demokratie. Eine Polizei, die versucht das Ganze einzudämmen, es nicht schafft, die Revolte nur noch weiter anstiftet.

Doch handelt es sich dabei um eine ganz andere Szenerie. Um die Bewerbung einer neuen Produktpalette, einen weiteren Geniestreich des großen Michele.
Der sich immer wieder gekonnt die visuell starken, spannenden, dieses mal historischen Schauplatz herausgreift um sich diesen für eine weitere GUCCI-Kampagne zu eigen zu machen.

Gedreht wurde das Kampagnenvideo, die protestierenden Studenten mit glitzernden Stirnbändern, schwarz blau karierten Daunen-Zweiteilern, Jeansjeacken, Kappen, goldenen Ohrringen und Gucci-Shirts von Glen Luchford, der unter anderem auch die Alien-Kampagne für das italienische Modehaus abdrehte.

Ebenso hier hatte Michele auf die Ästhetik eines ganzen Genres gesetzt und den Science-Fiction-Vibe in Form einer ganzen Kollektion, der gesamten Präsentation und Aufmachung verarbeitet.  Auch die SS16 Kampagne, als Gucci-Models bei Sonnenuntergang auf Berliner Parkhäuser-Dächern herumstanden und mit einem Pfau U-Bahn fuhren, schoss Glen Luchford.

Für die jetzt veröffentlichte Pre-Fall-Kampagne des Labels wurde wieder einmal die jugendliche, freie, wilde, protestierende – eine sehr starke, mitreißende Stimmung benutzt, um das eigentliche Produkt ganz nebenbei unter dem Hashtag #GucciDansLesRues in Szene zu setzen.

Category: News

Tags: Gucci, Prefall, SS18

Von: Carl Jakob Haupt

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