Next Big Thing: Bianca Saunders

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Sie ist in South London geboren und aufgewachsen, hat ihren BA in Fashion Design an der Kingston University gemacht und ist dann für den Master auf das Royal College of Art gewechselt. Bianca Saunders.

Saunders Wurzeln liegen auf den Westindischen Inseln, einer Inselgruppe inmitten des Atlantischen Ozeans, vorgelagert vor Mittel- bzw. Südamerika. Ihre Roots spielen in ihrer Arbeit als Modemacherin eine sehr wichtige Rolle. Sie setzt sich mit „Black Identity“ auseinander.

„Personal Politics“, ihre Royal College of Art’s MA Kollektion, gehörte zu den Höhepunkten der Graduate Show. Wie auch Grace Wales Bonner, eine andere, schwarze Modemacherin aus London, setzt sich Saunders mit dem maskulinen Klischee-Bild von „Men of Colour“ auseinander.

In einer Dokumentation, welche Saunders anlässlich ihrer MA Kollektion produzieren ließ, befragt sie schwarze, schwule Männer nach ihrer Identität.

“I felt there was a gap in the images you see about black masculinity – either they’re these young guys or superstars. In a way masculinity is fictional, it’s a social concept and black males are constantly questioned. Like, if you wear a gold earring it means you’re gay, or if you wear pink you’re sensitive. I wanted to look at how you can be masculine but also embody elements of femininity, in order to create another spectrum”, so Bianca Saunders. Ihre Familie, ganz besonders ihr Daddy, stellen eine große Inspirationsquelle für sie dar. Ihr Vater, so Saunders in einem NATAAL Interview, trägt teure Schuhe und qualitativ hochwertige Mäntel“. Und auch der Rest ihrer Familie wählt mit großem Bedacht die Garderobe aus.

In den Designs der Männermodemacherin kommt es zu einer Fusion aus Streetwear und Elementen, welche sonst klassischerweise eher in der Frauenmode zum Einsatz kommen. Sie will die Grenzen neu ausloten, was wir als maskulin empfinden. Saunders arbeitet multi-disziplinär, für “Personal Politics” ließ sie neben der Doku auch ein Zine drucken – und zeigte ihre Arbeit auch als Ausstellung. Machine-A – einer der hotteten Stores in London – verkauft ihre Designs. Und Charlie Porter, einer der großen Modekritiker UK’s – gehört zu ihren Fans.

„Gestures“, ihre SS 19 Kollektion, präsentierte Saunders im Rahmen der „London Fashion Fashion Week Men“ – ihr Debüt – eine konsequente Fortführung ihres MA Graduate Themas. Inspiriert von Maheke’s Unwritten Hand Book performance, in der der Themen-Komplex Körpersprache und Gesten bearbeitet wird. In „Gestures“ verpasste Saunders traditionellen Menswear Designs – weißes T-Shirts, Nylon Pants und Seersucker-Shirt – durch kleine Twists einen femininen Touch. Innovativ, tragbar, cool. Bianca Saunders – the Next Big Thing.

Category: News

Von: David Kurt Karl Roth

Fotograf:: Sharmaarke Adan

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