Gallery Weekend Guide 2018

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Seit 2013 schließen sich einmal im Jahr Berlins wichtigste Galerien, Museen und privaten Sammlungen zusammen, um gemeinsam zum Rundgang einzuladen – das Berlin Gallery Weekend – ein wichtiger Termin fĂŒr jeden ‘Art Lover’.

Dieses Jahr findet das Gallery Weekend vom 27. bis 29. April statt. Mit dabei sind rund 50 KunsthĂ€user mit grĂ¶ĂŸtenteils neuen Ausstellungen. Viel zu viel, um all die gezeigten Kunstwerke in der KĂŒrze der Zeit zu sehen. Doch – NO WORRIES, GrĂ¶ĂŸerchen – den Großteil der Ausstellungen könnt ihr auch ĂŒber das Wochenende hinaus besuchen.

Doch – in jedem Fall – eine Masse an Kunst, die es zu bewĂ€ltigen gilt. Soviel, dass man Entscheidungen treffen muss. Da wollen wir helfen. Mit einer kleinen, aber feinen Auswahl an Highlights. Und nachdem ihr die folgenden, von uns ausgewĂ€hlten Ausstellungen besucht habt, sehen wir uns natĂŒrlich zum großen Finale:

König Galerie x Dandy Diary “Gallery Weekend Happy Ending” – Hier geht es zur Facebook Veranstaltung mit allen Infos. So, jetzt aber zur Kunst:

Julius von Bismarck "Egocentric System"

Julius von Bismarck "OMON"

Julius von Bismarck

Kaum ein Berliner KĂŒnstler seiner Generation versteht es sich so gut als Marke zu inszenieren, wie Julius von Bismarck. Seine Kunst-Aktionen sind mindestens so spektakulĂ€r wie sein imposanter Rauschebart.  2015, auf der ART Basel, verbrachte Bismarck Tage in einer gigantischen, sich um die eigene Achse drehenden SchĂŒssel (“Egocentric system”). Seine damalige Mission: Sich selbst ins Zentrum stellen, wĂ€hrend Ausstellungshalle und die Welt darĂŒber hinaus an den Rand rĂŒcken. Um Bewegung wird es auch in seiner neuen Arbeit gehen, welche es wĂ€hrend des Gallery Weekends in der Alexander Levy Galerie zu sehen geben wird. Ein Laufband wird die gesamte Galerie ausfĂŒllen, so dass der Besucher sich bewegen muss, um das Werk “Immer noch auf der Lauf der Dinge” im Stillstand zu betrachten.

Alexander Levy, 27. April – 9. Juni, 2018, Rudi-Dutschke-Straße 26, 10969 Berlin, Opening: 27. April 2018, 18:00 Uhr 21:00 Uhr

Thomas Struth

Thomas Struth

Thomas Struth 

Struth war auf der DĂŒsseldorfer Fotoschule, Teil der legendĂ€ren “Becher Klasse”, zu der auch Andreas Gursky, Candida Höfer oder Thomas Ruff gehören. Bekannt wurde Struth Anfang der 1990er mit seinen “Museumsbilder”. Sie zeigten das Kunstvolk beim Besuch von weltbekannten Museen. SpĂ€ter folgten großflĂ€chige Fotografien vom Dickicht des Dschungels, Architektur-Aufnahmen sowie Portraits. In der Berliner Max Hetzler Galerie zeigt Struth eine neue Arbeit, die der Wahl-Berliner im “Leibniz-Institut fĂŒr Zoo- und Wildtierforschung” produziert hat. Struth fotografierte Tiere in den LaborrĂ€umen des IZW und will uns so an den “vergĂ€nglichen Charakter unserer Natur und die FragilitĂ€t des Lebens erinnern”.

“Ich habe versucht, die Tiere auf eine schöne und wĂŒrdevolle Art darzustellen. Mich interessiert das Moment der Hingabe: Wenn man stirbt, endet der ganze ‚Zirkus’, das ganze Theater, welches wir selber kreieren, mit einem Mal ganz plötzlich. Diese Bilder sollen wie Fausthiebe sein, der Moment des Todes als eine Art Warnruf.”

Neben den Tier-Fotografien sind Aufnahmen von Orten des industriellen und wissenschaftlichen Fortschritts zu sehen.

Galerie Max Hetzler, KurfĂŒrstendamm 213, 27. April – 2. Juni

Andreas Greiner "Hybrid Matter"
Andreas Greiner "Agentur des Exponenten"

Andreas Greiner

Der Gewinner des GASAG-Kunstpreis wird wĂ€hrend des Gallery Weekend 2018 erstmalig in der Dittrich & Schlechtriem Galerie ausstellen. Andreas Greiner hat sich fĂŒr sein neues Werk “Hybrid Matter” mit den Möglichkeiten und Gefahren von DNA-Design auseinandersetzt. Der Olafur Eliasson MeisterschĂŒler kombiniert lebende, kĂŒnstliche und natĂŒrliche Zellen, dazu gibt es eine Sound-Licht-Installation zu sehen und hören. Die Transformation von Lebewesen, die Auflösung der Grenzen zwischen Natur und Technik, ist immer wieder Thema fĂŒr den Berliner KĂŒnstler, der sich 2016, in der Berlinischen Galerie in einer viel beachteten Ausstellung, u.a. mit MasthĂŒhnern und Mikroorganismen beschĂ€ftigte.

Andreas Greiner, “Hybrid Matter”, Dittrich & Schlechtriem, Linienstraße 23, 10178 Berlin, 27. April – 23. Juni, Opening: Freitag, 27. April, 18:00 – 21:00 Uhr

Julian Röder "Recht und Raum"

Julian Röder "Recht und Raum"

Julian Röder

Wiederkehrende Themen bei dem Fotografen, der sein Handwerk auf der Ostkreuz-Schule lernte, sind Macht und Ökonomie. Erstmalig wurden wir 2016 auf Röder aufmerksam: In „Recht und Raum“ im „Haus am Waldsee“ wurde eine Vielzahl seiner Fotografien ausgestellt. Bilder vom G8 Gipfel in Genua, der weltgrĂ¶ĂŸten Waffenmesse in Abu Dhabi und einer gegen „Chemtrails“ kĂ€mpfenden Esoterik-Sekte. In seiner neuen Arbeit, welche wĂ€hrend des Gallery Weekend in der Russi Klenner Galerie gezeigt wird, beschĂ€ftigt sich Röder mit Handelsbeziehungen auf unterschiedlichen Ebenen – Banker, Dealer und die Protagonisten einer Kunstmesse – stehen im Fokos des Ur-Berliners.

Julian Röder “Deal”, 28. April – 9. Juni, Luckauer Str. 16, 10969 Berlin, Opening: 27. April, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr

Category: News

Tags: Andreas Greiner, Gallery Weekend Guide, Julius von Bismarck

Von: David Kurt Karl Roth

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