Digitale Klamotten. Die Zukunft?

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CARLINGS – einem skandinavischer Retailer – ist ein überaus spannendes Projekt gelungen, über das in den letzten Tagen, u.a. Dazed & Confused, i-D oder auch bei Hypebeast berichtet haben: „NEO-Ex“ – „The World’s Digital Clothing Collection“.

Produkte, die ausschließlich digital existieren, wie den knielangen, gelben “Intoxica Coat” für 30 Euro. Das 3D-Design-Team von Carlings wird – nachdem der Kunde ein paar Fotos von sich geschickt hat – das gekaufte, digitale Kleidungsstück der Person auf den Fotos anpassen. Wir durften das mal ausprobieren – die Sache mit der Zukunft.

Das visuelle Ergebnis ist noch ausbaufähig, doch das Konzept ist ziemlich gut. Vor ein paar Wochen haben wir ein Interview mit der Modetheoretikern Diana Weis geführt. Sie sprach unter anderem davon, dass heute besonders viele Schönheitseingriffe durchgeführt werden, die 2d, also vor allem online, gut aussehen. CARLINGS geht noch einen Schritt weiter und produziert gar kein „echtes Endprodukt“ mehr. Ein Statement gegen den Konsumwahn, gegen Mode, die einmal getragen wird, um danach für immer verdammt zu werden.

Gerade viele Influencer tragen ein Kleidungsstück genau einmal – auf Instagram – um es danach zu entsorgen, denn der Zweck (#ootd Content) wurde erfüllt. Und #ootd’s im immer gleichen Hoodie sind wahrscheinlich kein Hit. Kommen nach den digitalen Influencern wie Lil Miquela und Co. jetzt also jetzt die Digi-Brands?

„NEO-Ex“ ist in erster Linie ein Denkanstoß, PR-Coup und Utopie. Doch wer weiß – in einer sicherlich nicht allzu fernen Zukunft, in der wir mehr Avatar als Realperson sind, werden wir auch Klamotten brauchen. Denn immer nur das gleiche ist ja langweilig.

Category: News

Tags: Carlings, Digitale Designs

Von: David Kurt Karl Roth

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