Riccardo Tisci: sein Burberry Debüt

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Für die sich immer schneller drehende Modewelt war die Zusammenarbeit von Christopher Bailey und Burberry etwas besonderes. Über 17 Jahre lang war Bailey der Chef-Designer der britischen Traditionsmarke. Auf Bailey folgte Riccardo Tisci, der zuletzt für Givenchy gearbeitet hat.

Tisci gehörte zu den ersten Modemachern, die die Zeichen der Zeit erkannten und Streetwear auf den Catwalk brachten, das sündhaft It-T-Shirt erfanden, man denke an nur an seine Doberman Shirts, Saisonware, flach, schnell und einfach zu konsumieren – Inspirationsquelle für die “Generation Off-White”.

Früh erkannte der Italiener, der auf dem Central Saint Martins College studierte, auch die Power von Celebreties. Zu seinen Givenchy Fashion Shows kamen regelmäßig  A-Promis wie Kanye West, Kim Kardashian, Madonna und Co. Auf dem besten Platz in der Frow bei seinem Debüt für Burberry saß seine Mama, auf anderen, prominenten Plätzen Nightlife-Größen wie Lady Fag und Janelle Zanaughtti.

Die großen, erwarteten Stars, die sicher alle gern gekommen wäre, suchte man vergeblich. Ein Statement für Mode? In jedem Fall sympatisch.In den ersten Minuten der Burberry SS 2019 Show, die einem alten, umgebauten Sortiergebäude stattfand,  gab es vor allem damenhafte Looks zu sehen: beigefarbene High-Waist Pants, dazu gemusterte Seidenblusen, Lackpumps, Bleistiftröcke, mintgrüne Plissierröcke – alles überraschend feminin und clean.

Zum Soundtrack von Robert del Naja von Massiv Attack präsentierten A-Models wie Jourdan Dunn, Lily Donaldson, Kendall Jenner und Riccardo Tisci Muse Mariacarla Boscono die neuen Burberry Entwürfe, die im Laufe der Show immer mehr zu dem wurden, was die Fashion Crowd erwartet hatte: lauter, punkiger – mehr tisci-esque. Rote Vinyl-Coats, Bondage-Elemente bei Lederjacken etc.

Und bei den Boys T-Shirt über Longsleeve Kombinationen, viel Patches (ein wenig Raf Simons), Fake Reisepässe als Halsschmuck (ein Breixit Statement?), neue Schließformen für Cardigans, Pullover über Anzug-Kombinationen. Das neue Burberry Monogramm, entworfen von Peter Saville, gab es natürlich auch zu sehen, meist in Form von Seidentüchern, die als Accessoire eingesetzt wurden.

Insgesamt wurden über 100 Looks gezeigt. Einem Journalisten des Guardian verriet Riccardo Tisci nach der Show, dass er es war, der Streetwear in die Prêt-à-porter brachte, doch nun sei es wieder an der Zeit für Tailoring, die Frage ist, ob man ihn dafür zu Burberry geholt hat? Mehr Fotos der Burberry Kollektion findet ihr hier.

Category: News

Tags: Burberry SS 2019, Christopher Bailey, riccardo tisci

Von: David Kurt Karl Roth

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